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Warum sind MÜtter so verunsichert

Ich habe gestern in den sozialen Netzwerken mit einer einfachen Frage eine große und erschreckende Resonanz hervorgerufen.

Die Frage war einfach "WAS ist eine "gute" Mutter" und WER sagt, WAS eine gute Mutter ist - die Antworten hierauf waren teilweise sehr erschreckend...

Artikel, Warum sind Mütter so verunsichert

Die Antworten vieler Mütter waren...

- Ich darf nicht "NEIN" sagen, dann bin ich keine gute Mutter

- Ich muss ALLE Bedürfnisse UND Wünsche meines Kindes erfüllen

- Ich muss meine eigenen Bedürfnisse hinten anstellen

- Ich muss in allem perfekt sein

Ich hatte diese Frage einfach nur gestellt, um zum Nachdenken und kommunizieren anzuregen...Mit so vielen Antworten hatte ich nicht gerechnet und diese Antworten spiegeln eine totale Verunsicherung vieler Mütter wieder....

Warum sind Mütter so verunsichert

Ich habe mich daraufhin mit einigen Kollegen unterhalten und wir denken...

- Die vielen unterschiedlichen Medienberichte über "gute" und "schlechte" Kindererziehung verunsichern gerade junge Mütter sehr stark

- Der vorherrschende Perfektionismus sorgt dafür, dass Mütter das Gefühl haben, ALLES perfekt erledigen zu müssen (Haushalt, Beruf, Kindererziehung, Förderung...)

- Viele Eltern denken, sie müssten ihren Kindern über den normalen Kindergarten - und Schulalltag hinaus, eine abwechslungsreiche und umfangreiche weitere "Förderung" ermöglichen, "damit aus den Kindern was wird"

- Viele Mütter vernachlässigen ihre EIGENEN Bedürfnisse zum Wohle des Kindes

- Viele Mütter räumen ihren Kinder sämtliche "Hindernisse" aus dem Weg, um ihnen eine glückliche Kindheit angedeihen zu lassen

Mütter stehen unter Dauerstress

Dies sind nur einige Antwortbeispiele und doch zeigen sie sehr deutlich, dass diese Mütter unter Dauerstress stehen, sich ihr Leben von außen sehr schwer machen lassen und das Kindererziehung heute völlig falsch verstanden wird - aus welchen Gründen auch immer

Mutter sein

Mutter sein heißt NICHT, die eigenen Bedürfnisse zu verdrängen und sie als weniger WERT anzusehen, als die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Kinder. Ein gesundes Gleichgewicht kann NUR vorhanden sein, wenn ALLE Bedürfnisse, Wünsche, Gefühle und Werte GLEICHwertig sind.

Darüber hinaus müssen Kinder lernen, dass andere Menschen andere Bedürfnisse und Gefühle haben, als sie selber...Wie sollen sie das lernen, wenn die eigenen Mütter ihre eigenen Bedürfnisse und Ziele als weniger WERT ansehen??

Mutter sein heißt NICHT, niemals "NEIN" sagen zu dürfen! Ein Kind, dass niemals ein echtes, authentisches "NEIN" von seinen Eltern hört, kann nicht lernen, ein "NEIN" von anderen zu akzeptieren und zu verstehen. Diese Kinder lernen keine Regeln und normale gesellschaftliche Grenzen kennen und gehen irgendwann - unter Umständen - über Tische und Bänke (oh ja, ich kenne diese Kinder und weiß, wovon ich spreche!)

Im Zeitalter der Bedürfnisorientierten Erziehung gilt es, ALLE Bedürfnisse zu berücksichtigen und den Unterschied zwischen Bedürfnis und Wunsch zu erkennen!

Mutter sein heißt NICHT, sich von außen diktieren zu lassen, WIE eine "gute" Mutter zu sein hat und wie nicht

  Eine gute Mutter

- Achtet auf SICH selber

- Kennt ihre eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Ziele und Grenzen und kann diese mitteilen

- Hört auf ihr angeborenes, völlig natürliches Bauchgefühl

- Kann bestimmt aber liebevoll auch "NEIN" sagen - OHNE schlechtes Gewissen

- Kennt ihre eigenen Grenzen und Schwachstellen und STEHT dazu

- Nimmt ihr Kind bewusst wahr und reagiert auf dessen Bedürfnisse, Wünsche, Gefühle ABER sie muss sie NICHT sofort erfüllen (je nach Alter)

- Achtet auf ihre "ungünstigen" Glaubenssätze wie z. B "Die anderen sind viel besser", "Ich muss das aber so und so machen", "Immer passiert das nur mir", "Ich darf das aber nicht, weil...."

- Holt sich Unterstützung, wenn sie definitiv an ihre eigenen Grenzen stößt

Verunsicherung

Wir stellen momentan eine "ungesunde" Verunsicherung unter vielen Müttern fest, die sich sowohl für sie selber als auch für die Kinder "negativ" auswirkt.

Mütter vergessen sich selber und geraten, durch die Außenwelt, die Medien, viele unterschiedliche Fachliteratur in eine totale Verunsicherung. Sie wissen nicht mehr, was sie tun sollen und was nicht. Sie wissen nicht mehr, was "richtig" und "falsch" ist. Sie haben ihr ganz natürliches Bauchgefühl verloren.

Kinder erfahren ihre Mütter aufgrund dieser Unsicherheiten nicht mehr als "Echt" und authentisch und fühlen sich dadurch genauso verunsichert und unwissend. Kinder brauchen Eltern/Mütter, die sie wahrnehmen, respektvoll und mit Achtung behandeln, die aber ECHT und AuTHENTISCH sind! Kinder fühlen, ob Gestik, Mimik, Sprache UND Emotionen von Müttern/Eltern "zusammen passen" und ECHT sind - oder eben nicht....

Diese mütterliche Verunsicherung greift auf die Kinder über und Kinder spiegeln diese Verunsicherung der Mütter/Eltern in unterschiedlichen Verhaltensweisen wieder..

Wir müssen zurück auf Anfang - zurück zu unserem Bauchgefühl und logischem Denken und weg von Perfektionismus und auferlegten Dingen von außen. Wir müssen zurück auf Anfang - zurück zu ECHTHEIT und AUTHENTIZITÄT und weg von "Ich sollte so und so sein, schließlich bin ich Mutter"....

Vertraut euch und eurem Bauchgefühl, findet Zugang zu EUREN Bedürfnissen und kommuniziert ein klares NEIN, wenn ihr nein FÜHLT - Vertraut auf EUCH und nicht darauf, was Medien für eine "gute" Erziehung und eine "gute" Mutter halten. Nehmt eure Kinder wahr, kommuniziert mit ihnen, achtet und respektiert sie und achtet auf den Respekt EUCH selber gegenüber - IHR SEIT GUTE MÜTTER!